Unser Foto-Weblog

Web-Tagebuch

Anzahl der Einträge: 20

[ Anfang ] [ << Zurück ] [ Vor >> ] [ Ende ]

Von Asien nach Australien

Von Asien nach Australien


Auf vehementes Drängen einiger unserer Groupies, was uns persönlich sehr, sehr ehrt (danke Marion und Sandra), sind wir emotional gezwungen wieder Berichte auf unserer Website zu veröffentlichen.

Von Asien nach Australien

Nach einem Monat Indonesien, wo Gesetze - soweit diese überhaupt bestehen - so konsequent, beharrlich und hartnäckig missachtet werden wie wir es kaum zuvor erlebt haben, landeten wir am 06. Juli 2009 in Darwin, Northern Territory in Australien. Wir mussten uns wieder an eine zivilisierte Umgebung gewöhnen, an ein Land wo wieder Zucht und Ordnung herrscht, an ein für uns als "normales" Leben bekanntes Dasein.
Eine Woche dauerte der Kulturschock, wir vermissten die faulen aber sehr herzlichen Indonesier die jeden Tag Gitarre spielend verbrachten, aus Langeweile mal einen Magic Mushroom tranken um später völlig aufgelöst von ihren erlebten Halluzinationen zu berichten.
Um die wiedergefunden Zivilisation so schnell wie möglich wieder zu verlassen, beschlossen wir am 09. Juli 2009 mit einem Campervan ins Outback zu flüchten. Dort herrschten, wie erhofft, die Gesetze des Wildlifes und die der mit Whisky angeheiterten Cowboys. Nationalparks und die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, standen im Mittelpunkt unseres Interesses. Australien weist für uns extrem unbekannte Dimensionen auf, Distanzen die wir kaum fassen können, hunderte von Kilometern kerzengerade Highways - ohne Tankstelle! - eine Flora- und Fauna-Vielfalt die uns zum Teil sehr, sehr fremd ist.
Wir sind überrascht, wie bereits unübersehbar wohlernährte Australier ihre überdimensionalen Burger gekonnt und genussvoll mit ihrem Kauapparat zerkleinern, bevor der Burger seine Reise in den halbmondgeformten Bauch fortsetzt.
Wer von sich was hält, nennt einen großen Campervan oder Caravan sein Eigen. Dafür wird auch gerne mal das Haus verkauft oder ein Kredit aufgenommen, wichtig ist nur, "protzig on the Road" zu sein.
Im Outback genießen wir die Ruhe und die Möglichkeit des "wilden Campings". Fast überall ist es erlaubt offenes Feuer zu machen und – wenn möglich – zu fischen. Unter einem Sternenhimmel wie wir ihn noch nie zu vor gesehen haben verbringen wir am offenen Feuer die lauwarmen Nächte im Outback. Lucky Luke lässt grüßen!
Wir treffen auf viele Australier welche gerade unterwegs sind um ihr eigenes Land zu entdecken. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft dieser Leute verblüfft uns immer wieder. Im Outback ist jeder dein "Bruder".
Nach einem Monat und rund 4.000 km auf den Spuren von Clint Eastwood finden wir uns an der Ostküste in der verschlafenen Stadt Cooktown wieder. Unser Ziel ist nun in zwei Monaten die Ostküste von Cooktown bis Sydney zu erkunden.

Grüße vom Ranger Joe!

eingetragen von Joe am 07.08.2009, 02:42:37 Uhr

 

[ nach oben ]